Rauchschwalbennest - Foto: Getty Images/Kaphoto
Rauchschwalbennest - Foto: Getty Images/Kaphoto

Gebäude als Lebensraum

Für mehr Natur und Artenvielfalt in der Stadt!

Zahlreiche Vögel und Fledermäuse haben sich als Kulturfolger geschickt an menschliche Siedlungen angepasst. Ihre Brutplätze und Quartiere an unseren Gebäuden sind gesetzlich geschützt, werden jedoch regelmäßig durch Sanierungen und Bauprojekte gefährdet. Sind ihre Standorte bekannt, lassen sich die Lebensräume dieser Tiere bewahren.

Einige Vögel und Fledermäuse haben sich im Laufe der Zeit an menschliche Siedlungen angepasst und sind auf sie als Lebensraum angewiesen. So brüten Vögel unter Dach- und Fassadenvorsprüngen, in geeigneten Spalten und Löchern in Mauern und Wänden oder auf Kirchtürmen, während Fledermäuse beispielsweise Dachböden alter Häuser besiedeln.

Einige Vögel und Fledermäuse sind auf unsere Städte und Dörfer als Lebensraum angewiesen.

Die gebäudebewohnenden Arten finden in Städten und Dörfern zahlreiche Nist- und Rückzugsmöglichkeiten und bereichern die Artenvielfalt in unseren Siedlungen. Der kleinräumige Wechsel zwischen Gebäuden, Grünanlagen, Gärten und Parks schafft für die Tiere einen attraktiven Lebensraum. Diesen gilt es zu erhalten!

Die Turmfalkenfamilie bewohnt einen Nistkasten unter dem Dach. - Foto: NABU/Harry Abraham
Die Turmfalkenfamilie bewohnt einen Nistkasten unter dem Dach. - Foto: NABU/Harry Abraham
Mausohren in ihrem Sommerquartier auf einem Dachboden - Foto: NABU/Karl Kugelschafter
Mausohren in ihrem Sommerquartier auf einem Dachboden - Foto: NABU/Karl Kugelschafter
Im Wald sind Dohlen oft Nachmieter von Schwarzspechten, in der Stadt nehmen sie gerne spezielle Nistkästen an. - Foto: Michael Muszeika
Im Wald sind Dohlen oft Nachmieter von Schwarzspechten, in der Stadt nehmen sie gerne spezielle Nistkästen an. - Foto: Michael Muszeika

Gebäude als Lebensraum bewahren

Das Bundesnaturschutzgesetz schützt alle heimischen Vogel- und Fledermausarten sowie ihre Brutstätten und Quartiere. Durch modernes Bauen und die energetische Sanierung von Gebäuden können die Tiere jedoch gefährdet werden und stehen vor einer größer werden Wohnungsnot. Dabei sind diese Baumaßnamen ein wichtiger Pfeiler für den Klimaschutz und können bei richtiger Planung den Artenschutz sogar bereichern.

Werden Gebäude energetisch saniert, gehen Nischen und Spalten in Wänden und Fassaden und somit Nistplätze verloren. Auch können während der Bauarbeiten die Tiere und ihr Nachwuchs gestört, im schlimmsten Fall getötet werden. Häufig passiert dies, weil Nistplätze und Quartiere nicht oder nicht rechtzeitig entdeckt werden. Dabei ist der Artenschutz gesetzlich verankert und muss bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.

Das Bundesnaturschutzgesetz schützt alle heimischen Vogel- und Fledermausarten. Bei der Gebäudesanierung muss der Artenschutz bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden.

Es existieren zahlreiche technologisch hochwertigen Lösungen für Quartiere und Nisthilfen, die sich elegant in Wärmedämmverbundsysteme integrieren lassen. So können Gebäudesanierungen und Artenschutz Hand in Hand gehen. Sind die Brutplätze und Quartiere von Vögeln und Fledermäusen bereits bekannt, lassen sich diese leicht in der Planung berücksichtigen. So können Gebäude als Lebensraum bewahrt und die Arten effektiv geschützt werden.

Nur ein kleiner Schlitz weist auf den Fledermauskasten in der Fassade hin. - Foto: Belinda Bindig
Nur ein kleiner Schlitz weist auf den Fledermauskasten in der Fassade hin. - Foto: Belinda Bindig
Diese Rauchschwalben-Nisthilfe dient den Schwalben als Grundlage für ihr Nest. - Foto: Bernhard Schiewe
Diese Rauchschwalben-Nisthilfe dient den Schwalben als Grundlage für ihr Nest. - Foto: Bernhard Schiewe
Niststeine für Mauersegler lassen sich dezent in die Fassade integrieren. - Foto: NABU/Eric Neuling
Niststeine für Mauersegler lassen sich dezent in die Fassade integrieren. - Foto: NABU/Eric Neuling

Mehr zum Thema

Rechtlicher Hintergrund

Alle heimischen Vogel- und Fledermausarten sind durch das Bundesnaturschutzgesetz geschützt. Auch ihre Nester und Quartiere dürfen nicht entfernt oder beschädigt werden. Erfahren Sie Hintergünde zum gesetzlichen Schutz der Arten!

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Die Magdeburger Gebäudebrüterkarte

Mit dieser öffentlich zugänglichen Karte erhalten Sie eine umfassende Übersicht über alle registrierten Brutstandorte in Magdeburg. Die Daten sind nach Stadtteilen aufgeschlüsselt. Informieren Sie sich, wer in Ihrer Nähe brütet!

Die Magdeburger Gebäudebrüterkarte

Mit dieser öffentlich zugänglichen Karte erhalten Sie eine umfassende Übersicht über alle registrierten Brutstandorte in Magdeburg. Die Daten sind nach Stadtteilen aufgeschlüsselt. Informieren Sie sich, wer in Ihrer Nähe brütet!

Über uns

Der Naturschutzbund (NABU) ist der größte und älteste Naturschutzverband Deutschlands.

Wir, der NABU Kreisverband Magdeburg, engagieren uns vorwiegend im urbanen Raum, koordinieren regionale Artenschutzprojekte, organisieren Umweltbildungsangebote und laden zu Fachvorträgen und Exkursionen ein.

Projektträger

Dieses Projekt wurde entwickelt durch den NABU Kreisverband Magdeburg e.V.

Kontakt

Naturschutzbund Deutschland
Kreisverband Magdeburg e.V.
c/o Marcus Pribbernow
Harnackstr. 4
39104 Magdeburg

Projektleitung: Grit und Jonas Liebelt

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